Schlagwort: klimabewusst

  • A cura do mundo – Die Heilung der Welt

    A cura do mundo – Die Heilung der Welt

    IBA_hugo_cordeiro
    o mitho
    aligator
    0022356542_10
    IBA malt
    WhatsApp Image 2025-06-02 at 12.56.42
    IbaHuniKuin
    AZELINO
    Rita-Sales-Kaxinawa
    PIPA_RITA
    Edi Sales Hunikuin Foto1
    Edi Sales Hunikuin
    Edi Sales Hunikuin power
    previous arrow
    next arrow

    Mein Herz steckt hier drinnen… und das möchte ich mit euch teilen: zwischen 26.7. und 5.8. besuchen uns Ibã Sales Huni Kuin und seine Töchter Rita und Yaka, alle aus dem Kollektiv MAHKU.

    Termine bitte gleich vormerken:

    26. & 27.7 Glatt und Verkehrt/ Krems,
    29.7. Viktoria Offspace, Wien
    30.-31.7: Workshop tbc

    1.8. buddhist. Zentrum /Wien

    Die Energie aus dem Amazonas, das Wissen der Schamanen und der Geister wird bei Glatt und Verkehrt in Krems die Minoritenkirche erhellen…

    Huni Meka Gesänge

    Sie dienen der Kommunikation mit der spirituellen Welt, der Heilung und Transformation sowie der Bewahrung von kulturellem Wissen.

    Die Huni Meka-Gesänge sind zentrales kulturelles und rituelles Erbe der Huni Kuin. Sie sind Träger von Wissen, Identität und spiritueller Praxis, dienen der Kommunikation mit Natur, Tieren und Heilpflanzen. Sie begleiten Zeremonien, Heilrituale und den gemeinschaftlichen Alltag und sind tief in der Kosmologie verankert. Die Huni Meka Gesänge werden von den Schamanen gehütet und weitergegeben, in den heiligen Nixi Pae Ritualen dienen sie der Kommunikation mit der spirituellen Welt. Es ist der Gesang, der den Himmel oben hält.

    In Wien bereiten wir eine gemeinsame Achtsamkeits – Gesangsmeditation zu den heiligen Gesängen der Huni Kuin vor. Im buddhistischen Zentrum am Fleischmarkt präsentiert Ibã sein Buch „Nixi Pae – der Geist des Waldes“ – eine einzigartige Sammlung der heiligen Gesänge.

    rituelle Kunst :: Bilder des Ursprungs

    Das Künstler_innenkollektiv MAHKU, von Ibã Huni Kuin gegründet, hat sich längst in der internationalen Kunstszene etabliert – die prominente Teilnahme an der Biennale 2024/Venezia war einer der Höhepunkte.

    Die Transformation der traditionellen Huni Meka Gesänge in Bilder kennzeichnet ihre Arbeit, Ibãs Gesang führt den rituellen, kollektiven Zugang zum Kunstschaffen.

    KÜNSTLERINNENGESPRÄCH, VERKAUFSAUSSTELLUNG & WORKSHOP

    Gelegenheit, die Künstler_innen und ihre Werke kennenzulernen, bietet sich im Viktoria Offspace

    29.7. 19:00: Viktoria Offspace, 1150 Wien, Viktoriag. 15

    Ibã und seine Töchter Rita und Yaka bieten danach einen zweitägigen Workshop zu kollektiver Malerei an – in einer kleinen “Wildnis”, 50 Km von Wien (Stockerau Umland). Der Workshop findet nur bei rechtzeitiger Anmeldung, passendem Wetter und genügend Interessierten statt.

    Kostenbeitrag: 200.- €, gemeinsame Selbstverpflegung, Übernachtung im Zelt möglich.

    30. und 31.7.2025 / 3470 Kirchberg am Wagram (Zugverbindung)
    30.7.: Beginn 13:00 / Ende 31.7. 18:00

    Anmeldungen & Infos: Silviajura@gmail.com / +4369910088700

    Alle Einnahmen und Spenden, die zusammenkommen, gehen zu 100% an Ibã Huni Kuin, um damit sein Dorf Chico Cumurim auf einer Anhöhe neu aufzubauen, da das ursprüngliche Dorf von den Überschwemmungen 2024 zu großen Teilen zerstört wurde.

  • Mensch Macht Natur

    Mensch Macht Natur

    Der Klimawandel ist menschengemacht.

    Wir tragen Verantwortung für unsere Umwelt, unser Klima, den Umgang mit Ressourcen.

    80% der Biodiversität dieser Welt ist in indigenen Territorien erhalten.

    Was können wir von Indigenen Völkern und dem Konzept des Buen Vivirs, des guten Lebens für alle lernen? Und vor allem – wie können wir lernen?

    Wenn wir sagen, dass unser Fluss heilig ist, sagen die Leute „Das ist eine Folklore von ihnen„. Wenn wir sagen, dass der Berg zeigt, dass es regnen wird und dass dieser Tag ein erfolgreicher Tag, ein guter Tag sein wird, sagen sie:  „Nein, ein Berg sagt nichts“. Wenn wir den Fluss, den Berg entpersönlichen, wenn wir ihnen ihre Sinne nehmen, indem wir die Sinne als ausschließliches Attribut des Menschen betrachten, lassen wir diese Orte zu Abfallprodukten industrieller und extraktivistischer Aktivitäten werden„.  Ailton Krenak: Ideen zur Aufschiebung des Weltuntergangs

    Bundesfachtagung Globales Lernen: Vortrag Silvia Jura // https://padlet.com/silviajura/mensch-macht-natur-ufwtjf057c3tdh1q

    Das Buen Vivir bietet einen ganzheitlichen Zugang zu Mensch, Wirtschaft, Natur, Kosmos. Alles ist mit allem verbunden, wir Menschen sind nur ein gleichberechtigtes Teilchen des großen Ganzen und sollen unseren Beitrag dazu leisten.

    Der Kapitalismus und sein Extraktivismus, der schonungslose Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen, der schrankenlose Individualismus und Egoismus stehen einem kollektiven Denken, wo die Gemeinschaft aller Lebewesen im Vordergrund steht, gegenüber.

    Beim Klimabündnis arbeiten wir seit 30 Jahren lokal an globalen Zusammenhängen: Österreichische Gemeinden unterstützen die indigenen Völker im Regenwald, ihre traditionelle Lebensweise und Philosophie am Leben zu halten. So wird die globale Kohlenstoffsenke Regenwald vor Abholzung und illegalen Minen weiter geschützt. Und hier, in Österreich, tragen wir mit lokalen Maßnahmen aktiv zum Klimaschutz bei. Nur gemeinsam können wir den Klimawandel bekämpfen..

  • Thermostat leuchtet ROT

    Thermostat leuchtet ROT

    Was haben die SDG’s und die Agenda 2030 mit unserem Leben zu tun, fragen sich viele. 

    Nun, die gute Nachricht ist, dass wir so den Klimawandel in die Hand nehmen könnten. Mit der Agenda 2030 wird die Klimakrise leichter verständlich, es finden sich konkrete Handlungsspielräume. Die 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung sind ein Kompass, der uns die Planung und Umsetzung von lokalen Maßnahmen ermöglicht. 

    Ob bezahlbare und saubere Energie, nachhaltige Städte und Gemeinden, ob Bildungs-, Gleichstellungs- oder Gesundheitsprogramme oder globale Partnerschaften: wir haben viele Möglichkeiten, auf lokaler Ebene aktiv gegen den Klimawandel aufzutreten. Und das ist dringend nötig! 

    Denn leider kommt vom Weltklimarat die schlechte Nachricht: wir steuern im Eiltempo auf die Erderhitzung von 1,5 Grad zu, das Klimaziel von Paris 2015 wird damit unrealistisch. In Österreich erleben wir den Klimawandel bereits, den schneelosen Wintern folgen Hitzeperioden, Dürren, Stürme oder Überschwemmungen. In Österreich hat seit Beginn der Industrialisierung die Temperatur um rund 2 Grad zugenommen (im Vergleich zur vorindustriellen Periode 1850-1900). Alleine in den letzten rund 30 Jahren wurde es in Österreich zwischen 1,0 und 1,5 Grad wärmer. Die Erwärmung betraf alle Regionen und Höhenlagen ähnlich. 

    Es ist unsicher, ob sich der Thermostat der Erde zurückdrehen lässt. 

    Neben dem sofortigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen können wir aktiv bestehende natürliche Kohlenstoffsenken schützen und erweitern. Das gilt für unsere Wälder, Moore und Brachländer genauso wie für den Regenwald. 

    Das Klimabündnis ist seit 1993 am Rio Negro aktiv. Mit der Hilfe all unserer Klimabündnisgemeinden gelang es unserer Partnerorganisation FOIRN, dem Dachverband der Indigenen Organisationen des Rio Negro, eine Fläche von 136.000 KM2 (1,6 x Österreich) Regenwaldgebiet dauerhaft als indigenes Land zu schützen. So werden ca. 27 Milliarden Kohlenstoff jährlich gebunden!  

    Demarkiertes, indigenes Land ist der beste Schutz vor Abholzung. 

    Die neue Regierung Brasiliens unter Präsident Lula hat mit dem Ministerium der indigenen Völker unter Sonia Guajajara einen wichtigen Schritt in Richtung Sicherung der indigenen Landrechte gesetzt. 

    Trotzdem kommen auch 2023 noch viele schlechte Nachrichten aus Brasilien:  

    Im Jänner schockierte uns die Bekanntgabe der humanitären Katastrophe im Yanomami-Land. International organisierte, iIllegale Goldgräberei hat zur Vergiftung der lokalen Gewässer durch Quecksilber und eine damit ausgelöste Ernährungskrise geführt. Die Vertreibung der Yanomamis durch Gewalt, Hunger, Krankheiten und gezielte Vergewaltigungen aus dem Gebiet wurde durch die vorherige Regierung Bolsonaro gefördert! Als erste Hilfsaktionen konnten noch im Jänner mobile Gesundheitseinheiten und Nahrungsmittel in die Region geschickt werden, das Militär wird gegen die Goldgräber eingesetzt. 

    Doch schon im Februar kam die nächste Hiobsbotschaft: Rekordabholzung im Regenwald!  

    Hier wird dringend ein ebenso entschlossenes Eingreifen wie im Falle der illegalen Goldgräberei erwartet. Brasiliens Institutionen für Natur- und Umweltschutz wurden jedoch zwischen 2018 und 2022 so geschwächt, dass sie derzeit kaum handlungsfähig sind. Die Budgets wurden aufs Minimum reduziert, erfahrene  Führungskräfte und Mitarbeiter:innen durch Bolsonaros Mittelsmänner ersetzt.  

    Die Aufgaben für die neue Regierung in ihrem Kampf für das Weltklima sind mannigfaltig. Der Schutz des Regenwaldes braucht auch unsere Mithilfe.  (Auszug aus dem Klimabündnis-Newsletter)