Mein Herz steckt hier drinnen… und das möchte ich mit euch teilen: zwischen 26.7. und 5.8. besuchen uns Ibã Sales Huni Kuin und seine Töchter Rita und Yaka, alle aus dem Kollektiv MAHKU.
Termine bitte gleich vormerken:
26. & 27.7 Glatt und Verkehrt/ Krems, 29.7. Viktoria Offspace, Wien 30.-31.7: Workshop tbc 1.8. buddhist. Zentrum /Wien
Die Energie aus dem Amazonas, das Wissen der Schamanen und der Geister wird bei Glatt und Verkehrt in Krems die Minoritenkirche erhellen…
Huni Meka Gesänge
Sie dienen der Kommunikation mit der spirituellen Welt, der Heilung und Transformation sowie der Bewahrung von kulturellem Wissen.
Die Huni Meka-Gesänge sind zentrales kulturelles und rituelles Erbe der Huni Kuin. Sie sind Träger von Wissen, Identität und spiritueller Praxis, dienen der Kommunikation mit Natur, Tieren und Heilpflanzen. Sie begleiten Zeremonien, Heilrituale und den gemeinschaftlichen Alltag und sind tief in der Kosmologie verankert. Die Huni Meka Gesänge werden von den Schamanen gehütet und weitergegeben, in den heiligen Nixi Pae Ritualen dienen sie der Kommunikation mit der spirituellen Welt. Es ist der Gesang, der den Himmel oben hält.
In Wien bereiten wir eine gemeinsame Achtsamkeits – Gesangsmeditation zu den heiligen Gesängen der Huni Kuin vor. Im buddhistischen Zentrum am Fleischmarkt präsentiert Ibã sein Buch „Nixi Pae – der Geist des Waldes“ – eine einzigartige Sammlung der heiligen Gesänge.
rituelle Kunst :: Bilder des Ursprungs
Das Künstler_innenkollektiv MAHKU, von Ibã Huni Kuin gegründet, hat sich längst in der internationalen Kunstszene etabliert – die prominente Teilnahme an der Biennale 2024/Venezia war einer der Höhepunkte.
Die Transformation der traditionellen Huni Meka Gesänge in Bilder kennzeichnet ihre Arbeit, Ibãs Gesang führt den rituellen, kollektiven Zugang zum Kunstschaffen.
Ibã und seine Töchter Rita und Yaka bieten danach einen zweitägigen Workshop zu kollektiver Malerei an – in einer kleinen “Wildnis”, 50 Km von Wien (Stockerau Umland). Der Workshop findet nur bei rechtzeitiger Anmeldung, passendem Wetter und genügend Interessierten statt.
Kostenbeitrag: 200.- €, gemeinsame Selbstverpflegung, Übernachtung im Zelt möglich.
30. und 31.7.2025 / 3470 Kirchberg am Wagram (Zugverbindung) 30.7.: Beginn 13:00 / Ende 31.7. 18:00
Alle Einnahmen und Spenden, die zusammenkommen, gehen zu 100% an Ibã Huni Kuin, um damit sein Dorf Chico Cumurim auf einer Anhöhe neu aufzubauen, da das ursprüngliche Dorf von den Überschwemmungen 2024 zu großen Teilen zerstört wurde.
Maloca Mundial: Artist Talk mit MAHKU // Ibã Sales Huni Kuin und Kássia Borges
“Lasst uns über das Wasser sprechen… über den menschengemachten Klimawandel, seine Überschwemmungen und Dürren im Amazonas. Über unser Leben, unsere Mythen und unsere Kunst. Und was wir Euch auf der Biennale in Venedig vermitteln wollen… “ Kássia Borges
Nur 4% der Weltbevölkerung sind indigene Völker – aber 80% der weltweiten Biodiversität ist in ihren Territorien erhalten. Die indigene Kosmovision, ihre Lebensweise in Einklang mit der Umwelt, die gelebte Kreislaufwirtschaft und v.a. die Selbstbestimmung in indigenen Territorien sind ausschlaggebend für das Weltklima.
Indigener Aktivismus ist so kreativ und vielfältig wie die indigenen Völker selbst. Wir möchten in der Maloca Mundial, dem virtuellen Dialograum des Klimabündnis Österreich, MAHKU, die Bewegung der HuniKuin Künstler_innen vorstellen, die ihr traditionelles Wissen durch die Sprache der Kunst in die Welt hinausbringen. Die Biennale von Venedig ist dafür die beste Plattform! MAHKU gestaltet die Fassade des Hauptpavillons der 60. Biennale.
Menschengemachter Klimawandel, der Amazonas und indigene Kunst
Die katastrophalen Folgen des menschengemachten Klimawandels treffen den Amazonas mit voller Härte. Unkontrollierte Waldbrände, Jahrhundert-Dürren gefolgt von Jahrhundert-Überschwemmungen zerstören das ewige Gleichgewicht des Amazonas. Der Amazonas, die Klimazentrale der Welt, CO2 Speicher und Wasserspender Südamerikas ist nahe am Kipppunkt. Gerade haben die Präsident Lula und Macron ihr Engagement für den Amazonas bekräftigt… doch reicht das, um illegale Entwaldung, Infrastruktur-Großprojekte, die Ausweitung der Agro-Grenze, Minen, Erdölbohrungen und illegale Goldschürferei zu beenden? Indigene Völker können nicht alleine den Planeten retten! Sie fordern internationale Unterstützung im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel.
Zu Gast in der Maloca Mundial zeigen uns Ibã und Kássia, die beiden indigenen Forscher, Universitätsprofessoren und Künstler, wie sich indigene Kosmovision in Gegenwartskunst verwandelt und Botschaften zu Umwelt, Biodiversität und Klima emotional vermittelt. Sie berichten als Betroffene von den Überschwemmungen vom Rio Jordão im Februar 2024 und der Magie des Wassers.
Artenvielfalt und Biodiversität gemeinsam mit indigenen Völkern schützen
Wir alle wissen, dass sich, obwohl die indigenen Völker nur 4% der Weltbevölkerung darstellen, 80% der weltweiten Tier- und Pflanzenarten in indigenen Territorien finden. Die indigene Kosmovision, die Lebensweise in Einklang mit der Umwelt, die gelebte Kreislaufwirtschaft und v.a. die Selbstbestimmung in indigenen Territorien sind daher ausschlaggebend für das Weltklima.
Doch der menschengemachte Klimawandel – mit Landraub, Entwaldung, Agrobusiness und Minen – zerstört indigenes Leben und den Planeten. Die indigenen Völker können nicht alleine die Erde schützen. Ihre Forderungen nach nationaler und internationaler Unterstützung von Regierungen und Unternehmen sind omnipräsent.
MAHKU: die HUNI KUIN KÜNSTLER_INNENBEWEGUNG
«Indigenous artists have an emblematic presence and their work greets the public in the Central Pavilion, where the Mahku collective from Brazil will paint a monumental mural on the building’s façade.(Stranieri ovunque/ Foreigners everywhere-Biennale Art 2024
Mahku – das ist das Kollektiv indigener Huni Kuin-Künstler:innen vom Rio Jordão im Bundesstaat Acre. Die Gruppe bildete sich 2010-2011 auf Initiative von Ibã, dem Txaná der Huni Meka-Gesänge und umfasst etwa 12-16 seiner Schüler:innen. Ihre Arbeit basiert auf der Konvergenz zweier Sprachen: der Musik der traditionellen Huni Meka-Gesänge und der Zeichnung als visuelle Übersetzung dieser Gesänge. Die Arbeit von MAHKU schafft Brücken zwischen neuen und alten Generationen von Huni Kuin, die ihr Wissen vom Aussterben bedroht sehen.
Das Motto der Gruppe lautet „Ich verkaufe Leinwand, ich kaufe Land“.
Ibã ist ein indigener Forscher, ein Kultur- und Sozialanthropologe, Doktor Honoris Causa an der staatlichen Universität von Süd-Bahia, Lehrender und Forscher an der Bundesuniversität von Acre (UFAC) am Campus Cruzeiro do Sul und am Campus Rio Branco. Er lebt am Fluss Jordão im Bundesstaat Acre, im Dorf Chicu Kurumim, im Indigenen Territorium Kaxinawá.
IBÃ SALES HUNI KUIN
Ibã Huni Kuin (Isaías Sales) ist ein Txana, ein Meister des Gesangs in der Tradition des Volkes der Huni Kuin, um den sich MAHKU – die Bewegung der Huni-Kuin-Künstler – gebildet hat. Herausragend an seiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der traditionellen Musik der Huni Kuin (die Huni Meka Gesänge) und ihre kollektive Übersetzung in eine multimediale Bildsprache. Gemeinsam mit MAHKU werden Sprache und Wissen der Huni Kuin transformiert, perpetuiert und in großformatige Bilder und multimediale Installationen übersetzt.
Ibã: wie Forschung, Poesie, Kunst und indigene Lebensweise zusammenfliessen
Seit 1983 arbeitet er als Lehrer für sein Volk. Zur Zeit ist er Häuptling/ Kazike, nationaler und internationaler Vertreter der Huni Kuin, Ausbildungsleiter, Forscher und Geist des Waldes. Sein Forschungsweg ist die spirituelle Musik und das heilige Getränk Nixi Pae. Er ist Musiker, Dichter, er kennt die duftenden Kräuter des Waldes, die traditionellen Heilkräuter und interpretiert gleichzeitig die rituelle Musik in einer ausdrucksstarken Bildsprache.
Er arbeitet an der Huni Kuin Pädagogik und der Verschriftlichung der Sprache Hatxa Kuin. Als Lehrer und Professor für die Huni Kuin Pädagogik hat er die traditionellen Lieder aufgenommen und veröffentlicht.
Sein Wissen beruht auf traditionellen Überlieferungen, er hat alle Fertigkeiten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, gesammelt, betont stets, sehr viel von seinem Vater, Tuin Huni Kuin (Romão Sales), einem bedeutenden Huni Kuin Forscher, gelernt zu haben.
Sein ganzes Leben widmet er der Erforschung und Bewahrung des musikalischen und rituellen Wissens der Huni Kuin, die im 20 Jahrhundert in Sklaverei als Kautschukzapfer lebten und somit ihre Kultur fast verloren hatten.
Ibã erforscht seine traditionelle Ausbildung mit den Werkzeugen der Kulturanthropologie, übersetzt mit den Mitteln der Poesie und des kreativen Schreibens, transponiert als bildender Künstler… Er gilt als der Spezialist für die Musikkünste der Huni Kuin, seine Teilnahme an Tagungen und Veröffentlichungen bestätigen das.
Ibã brachte MAHKU zu nationalen und internationalen Ausstellungen (Biennale São Paulo, PIPA Prize, Cartier Fundation, Paris, Biennale Venedig… ) und ließ die Kunst der Huni Kuin zu einer internationalen Referenz werden.
Kássia Borges,, Angehörige des Karajá / Ini-Volkes im brasilianischen Cerrado (Goias), lehrt dreidimensionale bildende Kunst an der staatl. Universität von Uberlandia (MG). Sie ist Doktorin in Nachhaltigkeits- und Umweltwissenschaften, Kuratorin des Museums do Indio UFU in Uberlandia/MG und Co-Kuratorin im MASP/ São Paulo.
Kássia Borges
Sie arbeitet als Künstlerin und ist mit Einzel und Gruppenausstellungen in Brasilien, Europa und den USA präsent. Zu nennen sind da zB Haus Der Kunst, München (Deutschland), La fraternelle, Saint Claude (France), Museum Tinguely Basel (Schweiz) oder die Pinacoteca São Paulo. Seit einigen Jahren arbeitet sie eng mit Ibã Sales Huni Kuin zusammen und ist Teil der Bewegung MAHKU.
Ihr mehrdimensionales Werk setzt sich mit den Konzepten von Ursprung, Weiblichkeit und Herkunft auseinander, Wasser ist dabei zentrales Element; ihre Sprache findet sie in Keramik, Fotografie, Zeichnung, Installation, Skulptur und Video. Ihre Arbeiten sind bi- bis tridimensional, stets thematisiert sie den Schmerz und die Kraft des Femininen.
Wer sind die Huni Kuin – das Volk der Kaxinawa
Die Huni Kuin leben im Grenzgebiet von Brasilien und Peru, sind über mehrere indigene Gebiete im Bundesstaat Acre und im südlichen Amazonas verteilt. Die gesamte Bevölkerung umfasst ca. 15.000 Menschen. Sie sprechen die Hatxa-Kuin-Sprache, die zur Pano-Sprachfamilie gehört.
Huni Kuin bedeutet „wahre Menschen“ und ist die Eigenbezeichnung dieses Volkes. Sie sind als Kaxinawa bekannt.
In ihrer Geschichte hatten sie intensiven Kontakt mit der Kautschukindustrie, die das Amazonasgebiet in den entscheidenden Phasen des 20. Jahrhunderts dominierte.
Die Zeitrechnung der Huni Kuin kennt daher 4 Epochen:
• Die Zeit der Maloca, des traditionellen Lebens
• Die Zeit der Gefangenschaft in den Kautschukplantagen
• Die Zeit der Befreiung und der Rechte
• Die Zeit der Kultur.
Notstand durch Überschwemmungen Februar/März 2024
Klimawandelbedingte Überschwemmungen im Februar und März 2024, die auf die Jahrhundertdürre letzten Sommer/Herbst folgten, zerstörten die Lebensgrundlage der HunIKuin. Im Bundesstaat Acre sind 99 Städte im Ausnahmezustand. Am Fluß Jordão, wo auch das Dorf Chico Curumim, Heimat des KünstlerInnen-Kollektivs MAHKU liegt, waren die Folgen katastrophal. Ernte, Saatgut, Felder, Häuser und Hab & Gut der Bevölkerung wurden vom Wasser fortgetragen, jetzt herrschen Hunger und Krankheiten. Die kulturelle Arbeit von MAHKU, das Kulturzentrum, das als Schule dient, mit all seinen Materialien und Musikinstrumente, ist zerstört.
Wir tragen Verantwortung für unsere Umwelt, unser Klima, den Umgang mit Ressourcen.
80% der Biodiversität dieser Welt ist in indigenen Territorien erhalten.
Was können wir von Indigenen Völkern und dem Konzept des Buen Vivirs, des guten Lebens für alle lernen? Und vor allem – wie können wir lernen?
Wenn wir sagen, dass unser Fluss heilig ist, sagen die Leute „Das ist eine Folklore von ihnen„. Wenn wir sagen, dass der Berg zeigt, dass es regnen wird und dass dieser Tag ein erfolgreicher Tag, ein guter Tag sein wird, sagen sie: „Nein, ein Berg sagt nichts“. Wenn wir den Fluss, den Berg entpersönlichen, wenn wir ihnen ihre Sinne nehmen, indem wir die Sinne als ausschließliches Attribut des Menschen betrachten, lassen wir diese Orte zuAbfallprodukten industrieller und extraktivistischer Aktivitäten werden„. Ailton Krenak: Ideen zur Aufschiebung des Weltuntergangs
Das Buen Vivir bietet einen ganzheitlichen Zugang zu Mensch, Wirtschaft, Natur, Kosmos. Alles ist mit allem verbunden, wir Menschen sind nur ein gleichberechtigtes Teilchen des großen Ganzen und sollen unseren Beitrag dazu leisten.
Der Kapitalismus und sein Extraktivismus, der schonungslose Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen, der schrankenlose Individualismus und Egoismus stehen einem kollektiven Denken, wo die Gemeinschaft aller Lebewesen im Vordergrund steht, gegenüber.
Beim Klimabündnis arbeiten wir seit 30 Jahren lokal an globalen Zusammenhängen: Österreichische Gemeinden unterstützen die indigenen Völker im Regenwald, ihre traditionelle Lebensweise und Philosophie am Leben zu halten. So wird die globale Kohlenstoffsenke Regenwald vor Abholzung und illegalen Minen weiter geschützt. Und hier, in Österreich, tragen wir mit lokalen Maßnahmen aktiv zum Klimaschutz bei. Nur gemeinsam können wir den Klimawandel bekämpfen..
Was ist Gewalt? Ein blaues Auge, körperliche Misshandlung? Vergewaltigung, Nötigung zum Sex? Oder ist es die zugeflüsterte Bedrohung, das untersuchte Handy, die versperrte Haustüre, Beleidigungen im Netz, der Ex an der Straßenecke oder gar die geplante Zwangsehe?
Gewalt hat unzählige Gesichter – wir wissen nicht, wann einem hingeworfenen Wort eine lebensgefährliche Handlung folgen kann. Oft können Frauen als Gewaltbetroffene das nicht richtig für sich selbst einschätzen. Angst, Hoffnung, Schuldgefühle, Pflicht oder Einsamkeit vernebeln die Wahrnehmung. Und die Scham, darüber zu sprechen, jemanden zu beschuldigen, jemanden vor der Nachbarschaft oder der Familie bloßzustellen, entlässt die erfahrene Gewalt in die Verdrängung.
2022 wurden in Österreich 27 Frauen ermordet, 24 weitere überlebten einen Mordversuch oder wurden Opfer schwerer Gewalt. Meistens hätte die Gewalt verhindert werden können.
Ich bin schon eine Zeit lang beim helpchat für gewaltbetroffene Frauen als Online-Beraterin aktiv. Aus Überzeugung! Ich glaube an die Kraft, die in jeder von uns steckt, an die solidarischen Netzwerke, an erste Hilfe-Institutionen, die Leben retten können. Wir sind eine erste Anlaufstelle, um Frauen in die Selbsthilfe zu bringen, sich selbst zu schützen, sich zu informieren. Wir helfen unseren Klientinnen, zu begreifen, was da genau passiert. Und daraus rechtzeitig Konsequenzen zu ziehen.
Mir gefällt die Anonymität, wir sind ein geschützter virtueller Frauenraum. Jede kann frei losschreiben, ihre Ängste, Wahrnehmungen, Erfahrungen einfach in privaten Chats, mit einer von uns Beraterinnen teilen. Wir unterstützen die Frauen in ihrer Selbstfürsorge, beraten sie, wie sie mit dem Erlebten umgehen können, gemeinsam erarbeiten wir Auswege aus der Gewalt. Jeder Chat, jede Userin bringt eine neue Herausforderung. Kultureller Background, psychologische Hintergründe, Familienverhältnisse, soziales Umfeld – all das gehört in der Lösungssuche berücksichtigt.
Teil des Helpchats Teams zu sein, gemeinsam mit engagierten psychosozialen Beraterinnen, Psychologinnen, Juristinnen und Gewaltspezialistinnen zu arbeiten und Frauen in ihrem Kampf gegen Gewalt zu unterstützen, gibt mir Hoffnung. Emanzipatorische Beratung verändert täglich ein kleines Stück vom Leben!
helpchat: Onlinebeberatung anonym und kostenlos, ohne Wartezeiten – in vielen Sprachen!
Täglich 18:00-22:00, Fr. auch 9:00 – 11:00 https://www.haltdergewalt.at/
350 Km bis Rio Branco, 1800 Km nach Manaus, 2500 Km nach Lima/Peru, 3500 Km nach Brasilia… Das Dorf Shane Taxta Kaya liegt bei Feijó, im Bundesstaat Acre, im westlichen Amazonas. Es wird auch das Frauendorf genannt – nicht nur weil es vorwiegend von Frauen bewohnt wird, sondern weil fast alle politischen, religiösen und sozialen Funktionen von Frauen getragen werden. Dies ist im Kontext der patriarchalen Kultur der Shanenawa bemerkenswert und hat feministischen Vorbildcharakter.
Ihr Verein Yushãtxü, der der Schlangenfrau, der größten Göttin gewidmet ist, ist ein innovatives Sozialunternehmen. Damit betreiben die Shanenawa Frauen ihr lokales Kunsthandwerk, ökologische Waldwirtschaft und fördern die traditionelle Kultur.
Für das vom peruanischen Forum der indigenen Frauen „FIMI – Fonds AYNI“ geförderte Projekt „Xinã inihuã tapiã maninipa – el bello conocimiento de las mujeres” begleite ich die Frauen in Projektentwicklung und -umsetzung, bin für Teamcoachings und Kommunikationsprozesse verantwortlich. Ein Frauenkulturhaus, begleitet von kollektiven Bildungsprozessen, wird vor Ort errichtet. Gleichzeitig wird ein audio-visuelles Team aufgebaut, das Kultur, spirituelle Dienstleistungen und Handwerksprodukte virtuell präsentiert und vertreibt.
silvias.net hat sich im digitalen Raum aufgelöst… mit all seinen Geschichten, den Projekten der letzten Jahre, den Festivals und Netzwerken, der Musik von Célia Mara, den Dokumentationen, der politischen Berichterstattung zu Brasilien, den vielen Fotos und Videos. Ein Stück meiner Geschichte ist gegangen.
Loslassen – mehr kann ich dazu nicht sagen.
Im zwischenzeitlichen Corona-Rückzug haben sich neue Perspektiven eröffnet… über die ich hier berichten werde.
So begleite und berate ich seit Beginn 2022 das Projekt Yushãtxü – ein öko-sozialer emanzipatorischer Prozess von Shanenawa Frauen im Amazonas.
Nach meinem Diplom zum systemischen Coach an der St. Gallener Coach-Akademie bin ich nun als psychosoziale Beraterin und Mediatorin aktiv, noch in Ausbildung, unter Supervision. Sehr spannend… und eine echte Leidenschaft.
Und so arbeite ich – recht langsam – an meinem aktuellen Erscheinungsbild, publiziere ein bisschen, und versuche, meine Seite wieder in Form zu bringen.
Ich hoffe, dass wir uns hier bald wiedersehen. Es gibt viele Neuigkeiten.