Kategorie: kulturarbeit

  • Rainhas do Salgueiro…

    Rainhas do Salgueiro…

    Cidadania relativa

    Em homenagem a Dona Ivete do Salgueiro e Januario Garcia Filho… um documentário que fizemos em 2001/2002 sobre o projeto Nika Jaina no morro do Salgueiro. Feliz natal gente!

    und hier auf Deutsch… https://www.derstandard.at/story/937888/kampf-fuer-eine-bessere-zukunft

  • Maloca Mundial

    Maloca Mundial

    Hamhi – die Erde lebt

    Fürs Klimabündnis und sein virtuelles Dialogforum Maloca Mundial, darf ich ein großartiges Projekt vorstellen: „Hamhi – die Erde lebt „. Im Herzen des von extensiver Viehwirtschaft zerstörten Bundeslandes Minas Gerais, wo Genozid und Vertreibung das Leben des Volkes der TIKMŨ’ŨN (Maxacali)über Jahrhunderte prägten, wächst neue Hoffnung:

    Das Projekt Hamhi – Terra Viva stellt einen Neubeginn für das Volk der TIKMŨ’ŨN dar. Das Institut Opaoká, auf Initiative von Professorin Rosangela Pereira Tugny, die seit Jahren mit den TIKMŨ’ŨN zusammenarbeitet, konnte die Organisation und Finanzierung eines Wiederaufforstungs- und Agroforstlichen Landwirtschafts- und Kulturprojektes sichern – am 29.10. zwischen 15:00 und 16:30 werden wir uns über kulturelle und klimatische Hintergründe unterhalten.

    weiterführende Links:

    Hamhi: terra viva

    Instituto Opaoká

    Klimabündnis Österreich

    weitere Maloca Mundial

  • A cura do mundo…infos

    A cura do mundo…infos

    Bald sind sie hier, Ibã Sales Huni Kuin, Rita und Yaka Huni Kuin… um uns in ihre Welt zu führen, uns Einblick in den Alltag und die Kunst der Waldbewohner_innen zu schenken und gemeinsam für das gute Leben für unseren Planeten einzutreten. Kommt!

    Zeitraum: 26.7.2025 – 4.8.2025 Wir konnten das Künstler_innen MAHKU, Huni Kuin aus dem Herzen des brasilianischen Amazonas, für einen 10 tägigen Aufenthalt in Österreich gewinnen. Mit ihrem Gründer und spirituellen Vater Ibã Sales Huni Kuin, der in jahrzehntelanger Arbeit die heiligen Gesänge der Huni Kuins erforscht und dokumentiert hat und den beiden Künstlerinnen, Aktivistinnen und Pädagoginnen Rita Kaxinawa und Yaka Kaxinawa sind einige der bedeutendsten Vertreter_innen der Bewegung bei uns, um uns Einblick in ihre Welt zu gewähren.MAHKU hat sein Schaffen der Erhaltung und Verbreitung des kulturellen Wissens, der Spiritualität und der Traditionen seines Volkes gewidmet – und dies durch künstlerische Ausdrucksformen, im besonderen Gesang und bildende Kunst. Ihre Werke sind visuelle Übersetzungen der heiligen Ritualgesänge, charakterisiert durch die Verwendung geometrischer Formen und einer Symbologie, die in der Natur verwurzelt ist und somit die untrennbare Verbindung zwischen Menschheit, Kosmos und Umwelt reflektiert.MAHKU hat sich in der internationalen Kunstszene durchgesetzt, ihre prominente Teilnahme an der Biennale Venezia 2024 zeigt, dass das Kollektiv die Grenzen zwischen traditioneller und Gegenwartskunst durchbrochen hat und sich erfolgreich eurozentrischen Paradigmen widersetzt. Mit ihrer Arbeit stärken MAHKU die Repräsentativität indigener Kulturen und ihres Widerstandes und Resilienz in Zeiten der globalen Klimakrise.Mehr Infos zu den Huni Kuin, zu indigenem Wissen, Traditionen und Widerstand stelle ich gerade auf meine Webseite (www.silvias.net)- derzeit imBlog… bald besser aufgeschlüsselt.vom amazonas zur biennale
    Auch möchte ich auf den Radiobeitrag von Ute Mayrhofer aufmerksam machen:“Eintreten in einen Heilgesang durch Farben“ ALLE EINNAHMEN AUS DEM PROJEKT GEHEN ZU 100% AN DAS KOLLEKTIV UNTER LEITUNG VON IBÃ HUNI KUIN, UM DAMIT DAS 2024 DURCH DIE ÜBERSCHWEMMUNGEN ZERSTÖRTE DORF CHICO CUMURIM NEU AUFZUBAUEN.

    PS: ANMELDUNGEN UND ZUSÄTZLICHE INFOS ZU WEITEREN TERMINEN DIREKT BEI MIR: SILVIAGLOBALISTA@GMAIL.COM,+4369910088700 (WHATSAPP/SIGNAL)

    MEKA_GV
    HUNI MEKA Gesänge – Ibã Sales Huni KuinIbã Huni Kuin vom Volk der “wahren Menschen” ist einer der prominentesten Hüter der Huni-Meka Gesänge, die tief aus dem Herzen des Amazonas kommen. 
    Karten zu 16.- online buchen bei Glatt & Verkehrt

     
    29.7. – 19:00: Viktoria Offspace / Viktoriagasse 5, 1150 Wien /Ausstellung & Gesprächsrunde Für die mobile Ausstellung im VIKTORIA bringen MAHKU einige ihrer kleinformatigen Werke (ca. 1×1) mit, die von verschiedenen Künstler_innen des Kollektivs stammen. Ein unglaublicher Einblick in das künstlerische Universum des Amazonas, der sonst großen internationalen Museen & Galerien vorbehalten bleibt.
    Die Gesprächsrunde ist die Gelegenheit, um mit Ibã, Rita und Yaka über indigene Kunst, kollektives Schaffen, Traditionen, Widerstand, Ökologie oder Feminismus auf Augenhöhe zu diskutieren – eine Möglichkeit, sich mit den politischen Gedanken der Huni Kuin auseinanderzusetzen, indigenen Perspektiven näher zu kommen und in ihr Kunstuniversum einzutreten.Eintritt frei, Spenden sehr willkommen –  Bilder und Kunsthandwerk zum Verkauf

    30 & 31.7: Kreativ Retreat – Im Wald / Am Wagram (PLZ 3470)(nur mit Voranmeldung)
    Übernachtung möglichgenaue Infos bei Anmeldung: silviaglobalista@gmail.comMax. 10 Personen, Kostenbeitrag ab 200.- empf.ab 300.-
    KUNST


    „ICH VERKAUFE LEINWAND – ICH KAUFE LAND!“Kunst ermöglicht, indigene Territorien dauerhaft zu sichern -sie schafft Sichtbarkeit für indigene Völker. MAHKU ist seit 2011 international unterwegs. Das Kollektiv der HuniKuin-Künstler:innen vom Rio Jordão im Bundesstaat Acre bildete sich auf Initiative von Ibã, dem Txaná der HuniMeka-Gesänge und umfasst etwa 16 seiner Schüler:innen. Ihre Arbeit basiert auf der Konvergenz zweier Sprachen: der Musik der traditionellen Huni Meka-Gesänge und der bildnerische Darstellung dieser Gesänge. Die Arbeit von MAHKU schafft Brücken zwischen neuen und alten Generationen von HuniKuin, die ihr Wissen vom Aussterben bedroht sehen. Für das Kollektiv der Huni Kuin Künstler_innen MAHKU ist die bildende Kunst ihre Brücke in die Moderne – ins Herz der internationalen Kunstszene. Damit tragen sie ihr Wissen in die Welt, um das Gute Leben für alle spürbar zu machen, die Verbindung zur Natur, zum Kosmos wieder herzustellen. es ist die Sprache der „Unsichtbaren“, der Waldmenschen, die eurozentristischen Normen seit 500 Jahren Widerstand leisten. 
    buch Nixi Pae – der Geist des Waldes Wo die gesungene Sprache als Poesie Niederschrift findet, wo Kosmovision und Philosophie der Huni Kuin in westliche Wörter gefasst werden, wo Huni Meka Gesänge zu Bildern und zu Geschichten werden… ist Txana Ibã Huni Kuin der Vermittler zwischen den Welten.Im Buddhistischen Zentrum führt er, Rita und Yaka uns durch die Heilgesänge der Huni Kuin und stellt uns das von ihm herausgegebene Buch „Nixi Pae – o espirito da floresta“ vor.
    NIXI PAE – O espirito da Floresta96 S. / Eigenverlag Rio Branco, 2024 // Übersetzung: Maria Inês de Almeida, Marcelo Piedrafita Iglesias // Buchpreis VVK 70.- € bei Vorbestellung silviaglobalista@gmail.com // 100.-€ wenn Restbestand verfügbar
    Teilnahme-Spende ab 50.-€
  • A cura do mundo – Die Heilung der Welt

    A cura do mundo – Die Heilung der Welt

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    Mein Herz steckt hier drinnen… und das möchte ich mit euch teilen: zwischen 26.7. und 5.8. besuchen uns Ibã Sales Huni Kuin und seine Töchter Rita und Yaka, alle aus dem Kollektiv MAHKU.

    Termine bitte gleich vormerken:

    26. & 27.7 Glatt und Verkehrt/ Krems,
    29.7. Viktoria Offspace, Wien
    30.-31.7: Workshop tbc

    1.8. buddhist. Zentrum /Wien

    Die Energie aus dem Amazonas, das Wissen der Schamanen und der Geister wird bei Glatt und Verkehrt in Krems die Minoritenkirche erhellen…

    Huni Meka Gesänge

    Sie dienen der Kommunikation mit der spirituellen Welt, der Heilung und Transformation sowie der Bewahrung von kulturellem Wissen.

    Die Huni Meka-Gesänge sind zentrales kulturelles und rituelles Erbe der Huni Kuin. Sie sind Träger von Wissen, Identität und spiritueller Praxis, dienen der Kommunikation mit Natur, Tieren und Heilpflanzen. Sie begleiten Zeremonien, Heilrituale und den gemeinschaftlichen Alltag und sind tief in der Kosmologie verankert. Die Huni Meka Gesänge werden von den Schamanen gehütet und weitergegeben, in den heiligen Nixi Pae Ritualen dienen sie der Kommunikation mit der spirituellen Welt. Es ist der Gesang, der den Himmel oben hält.

    In Wien bereiten wir eine gemeinsame Achtsamkeits – Gesangsmeditation zu den heiligen Gesängen der Huni Kuin vor. Im buddhistischen Zentrum am Fleischmarkt präsentiert Ibã sein Buch „Nixi Pae – der Geist des Waldes“ – eine einzigartige Sammlung der heiligen Gesänge.

    rituelle Kunst :: Bilder des Ursprungs

    Das Künstler_innenkollektiv MAHKU, von Ibã Huni Kuin gegründet, hat sich längst in der internationalen Kunstszene etabliert – die prominente Teilnahme an der Biennale 2024/Venezia war einer der Höhepunkte.

    Die Transformation der traditionellen Huni Meka Gesänge in Bilder kennzeichnet ihre Arbeit, Ibãs Gesang führt den rituellen, kollektiven Zugang zum Kunstschaffen.

    KÜNSTLERINNENGESPRÄCH, VERKAUFSAUSSTELLUNG & WORKSHOP

    Gelegenheit, die Künstler_innen und ihre Werke kennenzulernen, bietet sich im Viktoria Offspace

    29.7. 19:00: Viktoria Offspace, 1150 Wien, Viktoriag. 15

    Ibã und seine Töchter Rita und Yaka bieten danach einen zweitägigen Workshop zu kollektiver Malerei an – in einer kleinen “Wildnis”, 50 Km von Wien (Stockerau Umland). Der Workshop findet nur bei rechtzeitiger Anmeldung, passendem Wetter und genügend Interessierten statt.

    Kostenbeitrag: 200.- €, gemeinsame Selbstverpflegung, Übernachtung im Zelt möglich.

    30. und 31.7.2025 / 3470 Kirchberg am Wagram (Zugverbindung)
    30.7.: Beginn 13:00 / Ende 31.7. 18:00

    Anmeldungen & Infos: Silviajura@gmail.com / +4369910088700

    Alle Einnahmen und Spenden, die zusammenkommen, gehen zu 100% an Ibã Huni Kuin, um damit sein Dorf Chico Cumurim auf einer Anhöhe neu aufzubauen, da das ursprüngliche Dorf von den Überschwemmungen 2024 zu großen Teilen zerstört wurde.

  • Vom Amazonas zur Biennale: Klimawandel – Kosmovision – Kunst

    Vom Amazonas zur Biennale: Klimawandel – Kosmovision – Kunst

    Maloca Mundial: Artist Talk mit MAHKU // Ibã Sales Huni Kuin und Kássia Borges

    “Lasst uns über das Wasser sprechen… über den menschengemachten Klimawandel, seine Überschwemmungen und Dürren im Amazonas. Über unser Leben, unsere Mythen und unsere Kunst. Und was wir Euch auf der Biennale in Venedig vermitteln wollen… “ Kássia Borges

    Nur 4% der Weltbevölkerung sind indigene Völker – aber 80% der weltweiten Biodiversität ist in ihren Territorien erhalten. Die indigene Kosmovision, ihre Lebensweise in Einklang mit der Umwelt, die gelebte Kreislaufwirtschaft und v.a. die Selbstbestimmung in indigenen Territorien sind ausschlaggebend für das Weltklima.

    Indigener Aktivismus ist so kreativ und vielfältig wie die indigenen Völker selbst. Wir möchten in der Maloca Mundial, dem virtuellen Dialograum des Klimabündnis Österreich, MAHKU, die Bewegung der HuniKuin Künstler_innen vorstellen, die ihr traditionelles Wissen durch die Sprache der Kunst in die Welt hinausbringen. Die Biennale von Venedig ist dafür die beste Plattform! MAHKU gestaltet die Fassade des Hauptpavillons der 60. Biennale.

    MALOCA MUNDIAL: 9.4.24:
    15:00-16:30(CET) // 10:00-11:30 (BRASILIA)
    Moderation: Silvia Jura / Facilitator: Marina Correa

    Portugiesisch mit deutscher Übersetzung 

    eine Veranstaltung vom Klimabündnis Österreich

    Menschengemachter Klimawandel, der Amazonas und indigene Kunst

    Die katastrophalen Folgen des menschengemachten Klimawandels treffen den Amazonas mit voller Härte. Unkontrollierte Waldbrände, Jahrhundert-Dürren gefolgt von Jahrhundert-Überschwemmungen zerstören das ewige Gleichgewicht des Amazonas.  Der Amazonas, die Klimazentrale der Welt, CO2 Speicher und Wasserspender Südamerikas ist nahe am Kipppunkt. Gerade haben die Präsident Lula und Macron ihr Engagement für den Amazonas bekräftigt… doch reicht das, um illegale Entwaldung, Infrastruktur-Großprojekte, die Ausweitung der Agro-Grenze, Minen, Erdölbohrungen und illegale Goldschürferei zu beenden? Indigene Völker können nicht alleine den Planeten retten! Sie fordern internationale Unterstützung im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel.

    Zu Gast in der Maloca Mundial zeigen uns Ibã und Kássia, die beiden indigenen Forscher, Universitätsprofessoren und Künstler, wie sich indigene Kosmovision in Gegenwartskunst verwandelt und Botschaften zu Umwelt, Biodiversität und Klima emotional vermittelt. Sie berichten als Betroffene von den Überschwemmungen vom Rio Jordão im Februar 2024 und der Magie des Wassers.

    Artenvielfalt und Biodiversität gemeinsam mit indigenen Völkern schützen

    Wir alle wissen, dass sich, obwohl die indigenen Völker nur 4% der Weltbevölkerung darstellen, 80% der weltweiten Tier- und Pflanzenarten in indigenen Territorien finden. Die indigene Kosmovision, die Lebensweise in Einklang mit der Umwelt, die gelebte Kreislaufwirtschaft und v.a. die Selbstbestimmung in indigenen Territorien sind daher ausschlaggebend für das Weltklima.

    Doch der menschengemachte Klimawandel – mit Landraub, Entwaldung, Agrobusiness und Minen – zerstört indigenes Leben und den Planeten. Die indigenen Völker können nicht alleine die Erde schützen. Ihre Forderungen nach nationaler und internationaler Unterstützung von Regierungen und Unternehmen sind omnipräsent.

    MAHKU: die HUNI KUIN KÜNSTLER_INNENBEWEGUNG

    «Indigenous artists have an emblematic presence and their work greets the public in the Central Pavilion, where the Mahku collective from Brazil will paint a monumental mural on the building’s façade.(Stranieri ovunque/ Foreigners everywhere-Biennale Art 2024

    Mahku – das ist das Kollektiv indigener Huni Kuin-Künstler:innen vom Rio Jordão im Bundesstaat Acre. Die Gruppe bildete sich 2010-2011 auf Initiative von Ibã, dem Txaná der Huni Meka-Gesänge und umfasst etwa 12-16 seiner Schüler:innen. Ihre Arbeit basiert auf der Konvergenz zweier Sprachen: der Musik der traditionellen Huni Meka-Gesänge und der Zeichnung als visuelle Übersetzung dieser Gesänge. Die Arbeit von MAHKU schafft Brücken zwischen neuen und alten Generationen von Huni Kuin, die ihr Wissen vom Aussterben bedroht sehen.

    Das Motto der Gruppe lautet „Ich verkaufe Leinwand, ich kaufe Land“.

    Ibã ist ein indigener Forscher, ein Kultur- und Sozialanthropologe, Doktor Honoris Causa an der staatlichen Universität von Süd-Bahia, Lehrender und Forscher an der Bundesuniversität von Acre (UFAC) am Campus Cruzeiro do Sul und am Campus Rio Branco. Er lebt am Fluss Jordão im Bundesstaat Acre, im Dorf Chicu Kurumim, im Indigenen Territorium Kaxinawá.

    IBÃ SALES HUNI KUIN

    Ibã Huni Kuin (Isaías Sales) ist ein Txana, ein Meister des Gesangs in der Tradition des Volkes der Huni Kuin, um den sich MAHKU – die Bewegung der Huni-Kuin-Künstler – gebildet hat. Herausragend an seiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der traditionellen Musik der Huni Kuin (die Huni Meka Gesänge) und ihre kollektive Übersetzung in eine multimediale Bildsprache. Gemeinsam mit MAHKU werden Sprache und Wissen der Huni Kuin transformiert, perpetuiert und in großformatige Bilder und multimediale Installationen übersetzt.

    Ibã: wie Forschung, Poesie, Kunst und indigene Lebensweise zusammenfliessen

    Seit 1983 arbeitet er als Lehrer für sein Volk. Zur Zeit ist er Häuptling/ Kazike, nationaler und internationaler Vertreter der Huni Kuin, Ausbildungsleiter, Forscher und Geist des Waldes. Sein Forschungsweg ist die spirituelle Musik und das heilige Getränk Nixi Pae. Er ist Musiker, Dichter, er kennt die duftenden Kräuter des Waldes, die traditionellen Heilkräuter und interpretiert gleichzeitig die rituelle Musik in einer ausdrucksstarken Bildsprache.

    Er arbeitet an der Huni Kuin Pädagogik und der Verschriftlichung der Sprache Hatxa Kuin. Als Lehrer und Professor für die Huni Kuin Pädagogik hat er die traditionellen Lieder aufgenommen und veröffentlicht.

    Sein Wissen beruht auf traditionellen Überlieferungen, er hat alle Fertigkeiten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, gesammelt, betont stets, sehr viel von seinem Vater, Tuin Huni Kuin (Romão Sales), einem bedeutenden Huni Kuin Forscher, gelernt zu haben.

    Sein ganzes Leben widmet er der Erforschung und Bewahrung des musikalischen und rituellen Wissens der Huni Kuin, die im 20 Jahrhundert in Sklaverei als Kautschukzapfer lebten und somit ihre Kultur fast verloren hatten.

    Ibã erforscht seine traditionelle Ausbildung mit den Werkzeugen der Kulturanthropologie,  übersetzt mit den Mitteln der Poesie und des kreativen Schreibens, transponiert als bildender Künstler… Er gilt als der Spezialist für die Musikkünste der Huni Kuin, seine Teilnahme an Tagungen und Veröffentlichungen bestätigen das.

    Ibã brachte MAHKU zu nationalen und internationalen Ausstellungen (Biennale São Paulo, PIPA Prize, Cartier Fundation, Paris, Biennale Venedig… ) und ließ die Kunst der Huni Kuin zu einer internationalen Referenz werden.

    Kássia Borges,, Angehörige des Karajá / Ini-Volkes im brasilianischen Cerrado (Goias), lehrt dreidimensionale bildende Kunst an der staatl. Universität von Uberlandia (MG). Sie ist Doktorin in Nachhaltigkeits- und Umweltwissenschaften, Kuratorin des Museums do Indio UFU in Uberlandia/MG und Co-Kuratorin im MASP/ São Paulo.

    Kássia Borges

    Sie arbeitet als Künstlerin und ist mit Einzel und Gruppenausstellungen in Brasilien, Europa und den USA präsent. Zu nennen sind da zB Haus Der Kunst, München (Deutschland), La fraternelle, Saint Claude (France), Museum Tinguely Basel (Schweiz) oder die Pinacoteca São Paulo. Seit einigen Jahren arbeitet sie eng mit Ibã Sales Huni Kuin zusammen und ist Teil der Bewegung MAHKU.

    Ihr mehrdimensionales Werk setzt sich mit den Konzepten von Ursprung, Weiblichkeit und Herkunft auseinander,  Wasser ist dabei zentrales Element; ihre Sprache findet sie in Keramik, Fotografie, Zeichnung, Installation, Skulptur und Video.  Ihre Arbeiten sind bi- bis tridimensional,  stets thematisiert sie den Schmerz und die Kraft des Femininen.

    Wer sind die Huni Kuin – das Volk der Kaxinawa

    Die Huni Kuin leben im Grenzgebiet von Brasilien und Peru, sind über mehrere indigene Gebiete im Bundesstaat Acre und im südlichen Amazonas verteilt. Die gesamte Bevölkerung umfasst ca. 15.000 Menschen. Sie sprechen die Hatxa-Kuin-Sprache, die zur Pano-Sprachfamilie gehört.

    Huni Kuin bedeutet „wahre Menschen“ und ist die Eigenbezeichnung dieses Volkes. Sie sind als Kaxinawa bekannt.

    In ihrer Geschichte hatten sie intensiven Kontakt mit der Kautschukindustrie, die das Amazonasgebiet in den entscheidenden Phasen des 20. Jahrhunderts dominierte.

    Die Zeitrechnung der Huni Kuin kennt daher 4 Epochen:

    • Die Zeit der Maloca, des traditionellen Lebens

    • Die Zeit der Gefangenschaft in den Kautschukplantagen

    • Die Zeit der Befreiung und der Rechte

    • Die Zeit der Kultur.

    Notstand durch Überschwemmungen Februar/März 2024

    Klimawandelbedingte Überschwemmungen im Februar und März 2024, die auf die Jahrhundertdürre letzten Sommer/Herbst folgten, zerstörten die Lebensgrundlage der HunIKuin. Im Bundesstaat Acre sind 99 Städte im Ausnahmezustand. Am Fluß Jordão, wo auch das Dorf Chico Curumim, Heimat des KünstlerInnen-Kollektivs MAHKU liegt, waren die Folgen katastrophal. Ernte, Saatgut, Felder, Häuser und Hab & Gut der Bevölkerung wurden vom Wasser fortgetragen, jetzt herrschen Hunger und Krankheiten. Die kulturelle Arbeit von MAHKU, das Kulturzentrum, das als Schule dient, mit all seinen Materialien und Musikinstrumente, ist zerstört.

    Es werden Spenden gesammelt!

    Links:

    https://www.freie-radios.online/sendung/eintreten-durch-einen-aufgemalten-heilgesang-ueber-indigene-kunst-und-die-biennale

    https://ibasaleshunikuin.bandcamp.com/album/uma-voz-da-floresta-encantada

    nixi-pae.blogspot.com.br

  • Mensch Macht Natur

    Mensch Macht Natur

    Der Klimawandel ist menschengemacht.

    Wir tragen Verantwortung für unsere Umwelt, unser Klima, den Umgang mit Ressourcen.

    80% der Biodiversität dieser Welt ist in indigenen Territorien erhalten.

    Was können wir von Indigenen Völkern und dem Konzept des Buen Vivirs, des guten Lebens für alle lernen? Und vor allem – wie können wir lernen?

    Wenn wir sagen, dass unser Fluss heilig ist, sagen die Leute „Das ist eine Folklore von ihnen„. Wenn wir sagen, dass der Berg zeigt, dass es regnen wird und dass dieser Tag ein erfolgreicher Tag, ein guter Tag sein wird, sagen sie:  „Nein, ein Berg sagt nichts“. Wenn wir den Fluss, den Berg entpersönlichen, wenn wir ihnen ihre Sinne nehmen, indem wir die Sinne als ausschließliches Attribut des Menschen betrachten, lassen wir diese Orte zu Abfallprodukten industrieller und extraktivistischer Aktivitäten werden„.  Ailton Krenak: Ideen zur Aufschiebung des Weltuntergangs

    Bundesfachtagung Globales Lernen: Vortrag Silvia Jura // https://padlet.com/silviajura/mensch-macht-natur-ufwtjf057c3tdh1q

    Das Buen Vivir bietet einen ganzheitlichen Zugang zu Mensch, Wirtschaft, Natur, Kosmos. Alles ist mit allem verbunden, wir Menschen sind nur ein gleichberechtigtes Teilchen des großen Ganzen und sollen unseren Beitrag dazu leisten.

    Der Kapitalismus und sein Extraktivismus, der schonungslose Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen, der schrankenlose Individualismus und Egoismus stehen einem kollektiven Denken, wo die Gemeinschaft aller Lebewesen im Vordergrund steht, gegenüber.

    Beim Klimabündnis arbeiten wir seit 30 Jahren lokal an globalen Zusammenhängen: Österreichische Gemeinden unterstützen die indigenen Völker im Regenwald, ihre traditionelle Lebensweise und Philosophie am Leben zu halten. So wird die globale Kohlenstoffsenke Regenwald vor Abholzung und illegalen Minen weiter geschützt. Und hier, in Österreich, tragen wir mit lokalen Maßnahmen aktiv zum Klimaschutz bei. Nur gemeinsam können wir den Klimawandel bekämpfen..

  • Shane Tatxa Kaya

    Shane Tatxa Kaya

    350 Km bis Rio Branco, 1800 Km nach Manaus, 2500 Km nach Lima/Peru, 3500 Km nach Brasilia… Das Dorf Shane Taxta Kaya liegt bei Feijó, im Bundesstaat Acre, im westlichen Amazonas. Es wird auch das Frauendorf genannt – nicht nur weil es vorwiegend von Frauen bewohnt wird, sondern weil fast alle politischen, religiösen und sozialen Funktionen von Frauen getragen werden. Dies ist im Kontext der patriarchalen Kultur der Shanenawa bemerkenswert und hat feministischen Vorbildcharakter.

    Ihr Verein Yushãtxü, der der Schlangenfrau, der größten Göttin gewidmet ist, ist ein innovatives Sozialunternehmen. Damit betreiben die Shanenawa Frauen ihr lokales Kunsthandwerk, ökologische Waldwirtschaft und fördern die traditionelle Kultur.

    Für das vom peruanischen Forum der indigenen Frauen „FIMI – Fonds AYNI“ geförderte Projekt „Xinã inihuã tapiã maninipa – el bello conocimiento de las mujeres” begleite ich die Frauen in Projektentwicklung und -umsetzung, bin für Teamcoachings und Kommunikationsprozesse verantwortlich. Ein Frauenkulturhaus, begleitet von kollektiven Bildungsprozessen, wird vor Ort errichtet. Gleichzeitig wird ein audio-visuelles Team aufgebaut, das Kultur, spirituelle Dienstleistungen und Handwerksprodukte virtuell präsentiert und vertreibt.

  • wilde Blüten

    wilde Blüten

    silvias.net hat sich im digitalen Raum aufgelöst… mit all seinen Geschichten, den Projekten der letzten Jahre, den Festivals und Netzwerken, der Musik von Célia Mara, den Dokumentationen, der politischen Berichterstattung zu Brasilien, den vielen Fotos und Videos. Ein Stück meiner Geschichte ist gegangen.

    Loslassen – mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Im zwischenzeitlichen Corona-Rückzug haben sich neue Perspektiven eröffnet… über die ich hier berichten werde.

    So begleite und berate ich seit Beginn 2022 das Projekt Yushãtxü – ein öko-sozialer emanzipatorischer Prozess von Shanenawa Frauen im Amazonas.

    Nach meinem Diplom zum systemischen Coach an der St. Gallener Coach-Akademie bin ich nun als psychosoziale Beraterin und Mediatorin aktiv, noch in Ausbildung, unter Supervision. Sehr spannend… und eine echte Leidenschaft.

    Und so arbeite ich – recht langsam – an meinem aktuellen Erscheinungsbild, publiziere ein bisschen, und versuche, meine Seite wieder in Form zu bringen.

    Ich hoffe, dass wir uns hier bald wiedersehen. Es gibt viele Neuigkeiten.