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Waschen Macht Sound

18 October 2012 11:24

Über den Sommer haben wir ein neues Baby geboren… es war eine schnelle Geburt, aber es beginnt schon zu laufen…
WASCHEN MACHT SOUND – TRANSKULTURELLE NARRATIVEN
EIN PROJEKT IM RAHMEN DER WIENWOCHE 2012, MIT UNTERSTÜTZUNG WIENKULTUR/ MA7
Célia Mara & ich haben uns auf einen kollektiven Prozess eingelassen und gemeinsam mit anderen Gruppen ein Projekt für die Wien Woche 2012 entwickelt.
In Zusammenarbeit mit dem DJane Kollektiv Brunnhilde und in loser Kooperation mit dem Girls Rock Camp wurde ein Waschsalon zum gemeinsamen Austragungsort erwählt…
Wir haben die femous Frauen und andere Künsterlinnen aus unserem Umfeld eingeladen, mit uns zu arbeiten…
Und es ist großartig geworden – ein multimediales Spektakel, mit viel Content, an dem wir jetzt laufend weiterarbeiten!

Im Rausch der Kulturen
Wir sammeln Lieder und Zeugnisse der Waschfrauen, die uns vom Alltag in verschiedenen Ländern und Zeiten erzählen, stopfen sie in unsere Sound- und Visualmaschinen, rubbeln und kneten, schleudern und dehnen sie, bis sie zu einem Ganzen werden
… zur audiovisuellen Mehrkanal Installation.

Es sind akustische und visuelle Fetzen aus ihren Leben, Erinnerungen an Weiß-Gewaschenes, ausgebleichte Realitäten und schöngefärbte Ideale, schmutzige Vokabeln und prickelnde Sounds… Ob das Geplauder der Waschrumpeln, das Klatschen der Wäsche auf nasse Steine, das Geplapper des Baches oder das monotone Dröhnen der Maschinen… zentrale Protagonistinnen sind die Wäscherinnen, eingetaucht in einen hörbaren Teppich aus Revolutionen, Klatsch und Skandalen, im Nebel der heilen Bilderwelt der Illusionen.
Mit einer Live Performance

aus Stimmen, Instrumenten, Electronics, Grooves, Texten und Bildern inmitten unserer audiovisuellen Kunstwelt, manifestieren wir uns dann, erstmals, am 28.September ab 18:00, im Waschsalon Högn / Schnell & Sauber, der 1. Station unserer globalen Waschkulturenreise.

Wir, das sind die Musik-Wäscherinnen, freie Künstlerinnen des femous orchestra und des Djane Kollektivs Brunnhilde; Wir – das ist gemeinsam mit unserem Publikum, den heutigen WaschsalonbenützerInnen, den Waschfrauen und Waschmännern des 21. Jahrhunderts, den Zufallsbekanntschaften und Vorbeigehenden. Wir nehmen sie und ihre Zeugnisse mit, in unsere Collage aus Raum und Zeit, bringen sie an die nächste Station unserer Reise!

PS: Bring deine Schmutzwäsche mit!
Waschen – Macht – Sound

Die Geschichte der Waschweiber ist eine Universelle – in Fragmenten rekonstruieren wir sie. In „Waschen Macht Sound“ geht es um gesellschaftliche HERRschaftsverhältnisse und ihre in Frage Stellung, um Widerstand und Ausbeutung; Wir werfen einen kritischen Blick auf die Idealisierung eines Frauenbildes, das es niemals gab, wir setzen uns künstlerisch mit Frauen aus Nord und Süd auseinander, mit multinationalen Waschmittelkonzernen, Arbeit, mit der Familien ernährt werden.

Waschen – Macht – Sound ist eine humorvolle, lustbetonte, experimentelle musikalische und visuelle Aufbereitung des Wäscherinnenbildes, eines “typischen” Frauenberufs: Schwerstarbeit, unterbezahlt, prekär, sexualisiert und sexuellen Übergriffen ausgeliefert, extrem schlechte Rahmenbedingungen / gesundheitsgefährdend. Mit Waschen – Macht – Sound schreiben wir an der universellen Frauengeschichte mit.
Das Künstlerinnen Kollektiv

Singende: Anja Lazic (CRO), Carolina de Souza (BR), Célia Mara (BR/A), Christina Zurbrügg (CH/A), Grace Latigo (UGD/SLK), Hottensiah (KEN), Patrizia Ferrara (I/A/USA), Véro la Reine (CAM)

Musizierende: Célia Mara (BR/A): E-Guit., Pandeiro; Christina Zurbrügg (CH/A) Accordeon; Edith Lettner (A): Saxophon; Elisabeth Penker (A): electro-acoustic sounddesign; Falangee/Brunnhilde (A): Pads & Patterns, E-Grooves; Lisa Puhr (A): Posaune; Ursula Schwarz (A): Keyboards; Theda Schifferdecker/ Brunnhilde (A): E-Grooves, Sounds, Mixing

Spielende und Sprechende: Martha Labil (A); Zoraida Nieto (VEZ);

Moderation: Grace Latigo (UGD/SLK):

Bilderwelten: Maanila Moraes (BR/A): Visuals & Video, Julieta Rudich (URG): Camera, Silvia Jura (A): Camera, Visualfootage; Joanne Rousset (D/F): Camera

Research/ Interviews: Grace Latigo (UG/SLK), Silvia Jura(A), Zoraida Nieto(VEN): Interviews, Eileen Mirzabaegi (ARM/A) (Research) – Dank an Christiane Höller für die Geschichte der Wiener Waschweiber

Concept- & Coordinations Team: Silvia Jura (general coordination) – Célia Mara (Music) – Elisabeth Penker (Soundinstallation) – Maanila Moraes (Video/Visuals) – Christina Steyskal & Theda Schifferdecker (E-Grooves, Sounds & Technik)

Wann: 28.September 2012 // 18:00 – 22:00 (Live Performances zwischen 19:30 & 21:00)

Sound- und Videoinstallation von 29.9.2012 bis 6.10.2012 täglich von 6:00 bis 24:00

Location: schnell und sauber / Waschsalon Högn, Westbahnstraße 60 /Urban Loritzplatz, 1070 Wien

Links:
www.schnellundsauber.at
www.wienwoche.org
www.facebook.com/events/413723592010902/?ref=ts

Brasilien – Österreich – Afrika…

6 July 2012 13:29

Kulturvernetzung … das macht Spass.
Die Königinnen vom Salgueiro haben relative Bürgerrechte – Bei einem Afrikanischen Festival unseren Film über einen Afro-Schönheitssalon in Rio de Janeiro zu zeigen, ist eine spannende Herasuforderung. Und ich freu mich drauf, ebenso wie auf die zu erwartenden Diskussionen über Rassismus, Sexismus — und wie wir die aktuelle Politik Brasiliens in Fragen der Enteignungen, Immobilienspekulation im Zuge der WM 2014 verändern können.
doku
Der 2002 entstandene Film, der damals auch Grundlage bzw. Teil für meine Diplomarbeit über Rassismus im Brasilien des Branqueamentos war, ist nach wie vor brennend aktuell. Meine Erfahrungen in der Vila Brandão in Salvador, wo wir ständig durch die brutale Enteignungspolitik von Seiten der Stadt bedroht sind, lassen mich noch engagierter in dieser Angelegenheit werden – Bürgerrechte für alle!
Genug von diesen Staatsgebilden, die nur dem Kapital dienen! Salvador ist nach wie vor in seiner Sklaventradition verfangen – Casa Grande e Senzala – das bedeutet totale Willkür der oberen Klassen gegen die Bevölkerung. Weder Justiz, noch Polizei, noch staatliche Dienstelistungen stehen der normalen Bevölkerung zur Verfügung – der Immobilienwahn mit Blick auf die WM und die Olympiaden nimmt ständig brutalere Formen an – und wo legales Enteignen nicht mehr möglich ist, wird die Bevölkerung kriminalisiert und Drogenhandel, Gewalt bekommen freien Lauf!
… Ich bin wieder abgeschwenkt… hier kommt die Info zu unserem Film, mitd em wir auch damals schon heisse Diskussionen ausgelöst haben! Ich hoffe, wir sehne uns in Kasumama – bei tropischen Temperaturen!

Die Königinnen vom Salgueiro
haben relative Bürgerrechte

Eine Dokumentation von Silvia Jura (A/BR 2002 – 45 Min. / Video)

SAMSTAG 7.7.2012 // 17:00 @ KASUMAMA AFRIKA FESTIVAL

RAINHAS DO SALGUEIRO – CIDADANIA RELATIVA /trailer1 from siju – silvia globalista on Vimeo.

best video production at XVIII. black international cinema 2003
| berlin – düsseldorf – ljubjana || in coop with USA & Brazil

>Die vielbeachtete Dokumentation über das Leben in den “Favelas”, den Elendsvierteln von Rio de Janeiro. Ein Film, der nicht nur Armut und Not zeigt, sondern vor allem die Lebenskraft, Kreativität und das Selbstbewusstsein der Frauen in den Favelas. (treffpunkt kultur – ORF 2) <

>Die Kultur ist alles… sagst du Kultur, sagst du Aussehen, Erziehung, Selbstbewusstsein, Gesundheit, ja die Kultur ist alles!< (Dona Ivete)
Wenn Macumba nicht schwarze Magie, sondern soziale Arbeit ist, wenn Favela für Gemeinschaft im Kampf um eine bessere Welt steht, wenn der Karneval der Vermittlung afro-brasilianischer Traditionen dient… dann hat Dona Ivete das Wort.
Im Zentrum des Dokumentarfilms ” Die Königinnen vom Salgueiro haben relative Bürgerrechte” steht das von Dona Ivete geleitete Ausbildungsprojekt Nika Jaina – ein Afro-Friseurinnenkurs für marginalisierte Mädchen in einem Elendsviertel (Favela) von Rio de Janeiro.
In intimen Interviews entführt uns Dona Ivete in ihre Welt; mit Hilfe der Göttinnen und Geister und auf ihren Verstand zählend kämpft sie, wie viele andere BewohnerInnen ihres Viertels auch, für eine bessere Zukunft am Morro do Salgueiro.
Ihr filmischer Dialogpartner Januario Garcia, ein Intellektueller der schwarzen Bewegung, stellt die gesamtgesellschaftlichen Bezüge her: von der Abschaffung der Sklaverei bis in das moderne Brasilien zieht sich der Faden von Ausschliessung und Nichtanerkennung der elementarsten Bürgerrechte für die schwarze Bevölkerung Brasiliens.
Es entsteht somit ein vielschichtiger, emotional und intellektuell erlebbarer Einblick in die Hoffnungen, Wünsche und den gelebten Alltag der schwarzen Bevölkerung Brasiliens. Der Rhythmus des Films führt uns behutsam in diese fremde Welt ein… und entlässt uns mit einem guten Gefühl: Hoffnung
Die Reise in die für uns exotische Welt wird durch den kulturverbindenden und mitreissenden Soundtrack von Célia Mara unterstützt.

…missin’ time & lookin forward: 100 years of womens’ day!

14 August 2010 13:24

sternno time for my blog… sorry!
I’ve got so many amazing projects going on right now that I just can leave a few info-drops here:
Womex 2010 in Copenhagen: I’ll be coordinating & promoting the WORLDMUSIC AUSTRIA booth, together with my IG Worldmusic Austria colleague Horst Watzl…
You’ll get to know my prefered baby – a women networking meet & greet – 2011 is 100 years of womens’ day!
• also @ Womex: preparing the conference // From Idea to Distribution: Tips and tricks on the production and distribution of audio-visual formats and effective promotion using Web 2.0 with Chris Hunt (UK/Austria), (IMZ) – I’ll be a panelist and will share my experiences with you – as I already did at MIDEM 2009.
Célia Mara had an amazing spring & summer – we travelled a lot, had amazing shows in gorgeous places – we have been to New York and again to Genua, where our friends from LA BANDA DI PIAZZA CARICAMENTO are based. The cooperation goe’s on… and we love. Just a week ago, we had an amazing show with Ash Lombardo & Albert Sardei from the Banda at the Austrian fetsival Hiesige & Dosige.
• and… last but not least: FEMOUS is born… watch out the news…

april. schlechtes wetter und viel arbeit.

24 April 2010 1:41

und der märz verflog im nu…
webpk_triomarg1Célia Mara Tour “Meus Amores” with Benjamim Taubkin & Margarethe Deppe was wonderful… emotional, tender… everything in a mood of love… adoramos!! We discovered Austria (and Slovenia) from north to south & east to west – with a lovely tourstart in Gutenbrunn beim Juster… so ein wunderbarer Platz und lieber Gastgeber – and intensive shows in Remise Bludenz – Cankarejev Dom in Ljubljana & Konzerthaus Vienna (sold out!!!). Here is the link to the austrian news talking about it … I’ll post the press-clippings soon… check out the MICA-News here…

Next is  Washington DC and New York ::: with the support of the Austrian Cultural Forums, we will present parts of the new program Meus Amores… and have a Brazilian bastardsound Club-Debut in Joe’s Pub – New York City!

… IG Worldmusic Austria:
Frauen/Musik Österreich Handbuch
- gemeinsam mit dem bmeia und einer Gruppe von Expertinnen arbeiten wir an einem Ziel… musizierende Frauen in die Welt zu schicken. Die künstlerische Vielfalt Österreichs aufzeigen. Wir haben so viele hervorragende Künstlerinnen, die in unserem Land leben…Eine Zusammenarbeit mit den Kulturforen und Kulturabteilungen der Botschaften ist in Vorbereitung. Ich freue mich besonders, das Buch in Washington DC, im Österr. Kulturforum, am 30.4. vorstellen zu dürfen.
SOS MUSIKLAND ÖSTERREICH und Österreichischer Musikfonds: Staatsbürgerschaft ist kein Auschlußkriterium mehr! Sowohl die historische Musikcharta, die zwischen ORF und Österr. Muskwirtschaft abgeschlossen wurde, wie auch der große Produktionsfördertopf haben unsere Forderung nach Gleischstellung von MusikerInnen nicht österr. Staatsbürgerschaft anerkannt und in den Statuten umgesetzt. Es lebe die Vielfalt!
Überhaupt… Vernetzung läuft auf allen Ebenen… mehr dazu später.

… global bastards… outlaws im karibischen Raum
Natürlich, Brasilien – der Nordosten. Salvador lässt mich nicht los, mit “Die Königinnen vom Salgueiro haben relative Bürgerrechte” – der Doku über das Selbsthilfeprojekt Nika Jaina in einer Favela in Rio de Janeiro. Wie sie entstanden ist. Was Dona Ivete wichtig war. Und ich werde ich aus meinen brasiliansichen Wintern erzählen…  dem Projekt, ein Kulturzentrum in einer Favela aufzubauen – Alltag geprägt von Rechtlosigkeit und Gewalt. Gedanken zu institutionellem Rassismus und seinen Folgen. Aus weiblicher Sicht. Zwischen 7. und 9.5 in der Wiener Urania
Hier gibt’s ein wenig zum “Einstimmen und Vorschauen”: vimeo.com/channels/favela