Waschen Macht Sound

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Über den Sommer haben wir ein neues Baby geboren… es war eine schnelle Geburt, aber es beginnt schon zu laufen…
WASCHEN MACHT SOUND – TRANSKULTURELLE NARRATIVEN
EIN PROJEKT IM RAHMEN DER WIENWOCHE 2012, MIT UNTERSTÜTZUNG WIENKULTUR/ MA7
Célia Mara & ich haben uns auf einen kollektiven Prozess eingelassen und gemeinsam mit anderen Gruppen ein Projekt für die Wien Woche 2012 entwickelt.
In Zusammenarbeit mit dem DJane Kollektiv Brunnhilde und in loser Kooperation mit dem Girls Rock Camp wurde ein Waschsalon zum gemeinsamen Austragungsort erwählt…
Wir haben die femous Frauen und andere Künsterlinnen aus unserem Umfeld eingeladen, mit uns zu arbeiten…
Und es ist großartig geworden – ein multimediales Spektakel, mit viel Content, an dem wir jetzt laufend weiterarbeiten!

Im Rausch der Kulturen
Wir sammeln Lieder und Zeugnisse der Waschfrauen, die uns vom Alltag in verschiedenen Ländern und Zeiten erzählen, stopfen sie in unsere Sound- und Visualmaschinen, rubbeln und kneten, schleudern und dehnen sie, bis sie zu einem Ganzen werden
… zur audiovisuellen Mehrkanal Installation.

Es sind akustische und visuelle Fetzen aus ihren Leben, Erinnerungen an Weiß-Gewaschenes, ausgebleichte Realitäten und schöngefärbte Ideale, schmutzige Vokabeln und prickelnde Sounds… Ob das Geplauder der Waschrumpeln, das Klatschen der Wäsche auf nasse Steine, das Geplapper des Baches oder das monotone Dröhnen der Maschinen… zentrale Protagonistinnen sind die Wäscherinnen, eingetaucht in einen hörbaren Teppich aus Revolutionen, Klatsch und Skandalen, im Nebel der heilen Bilderwelt der Illusionen.
Mit einer Live Performance

aus Stimmen, Instrumenten, Electronics, Grooves, Texten und Bildern inmitten unserer audiovisuellen Kunstwelt, manifestieren wir uns dann, erstmals, am 28.September ab 18:00, im Waschsalon Högn / Schnell & Sauber, der 1. Station unserer globalen Waschkulturenreise.

Wir, das sind die Musik-Wäscherinnen, freie Künstlerinnen des femous orchestra und des Djane Kollektivs Brunnhilde; Wir – das ist gemeinsam mit unserem Publikum, den heutigen WaschsalonbenützerInnen, den Waschfrauen und Waschmännern des 21. Jahrhunderts, den Zufallsbekanntschaften und Vorbeigehenden. Wir nehmen sie und ihre Zeugnisse mit, in unsere Collage aus Raum und Zeit, bringen sie an die nächste Station unserer Reise!

PS: Bring deine Schmutzwäsche mit!
Waschen – Macht – Sound

Die Geschichte der Waschweiber ist eine Universelle – in Fragmenten rekonstruieren wir sie. In „Waschen Macht Sound“ geht es um gesellschaftliche HERRschaftsverhältnisse und ihre in Frage Stellung, um Widerstand und Ausbeutung; Wir werfen einen kritischen Blick auf die Idealisierung eines Frauenbildes, das es niemals gab, wir setzen uns künstlerisch mit Frauen aus Nord und Süd auseinander, mit multinationalen Waschmittelkonzernen, Arbeit, mit der Familien ernährt werden.

Waschen – Macht – Sound ist eine humorvolle, lustbetonte, experimentelle musikalische und visuelle Aufbereitung des Wäscherinnenbildes, eines “typischen” Frauenberufs: Schwerstarbeit, unterbezahlt, prekär, sexualisiert und sexuellen Übergriffen ausgeliefert, extrem schlechte Rahmenbedingungen / gesundheitsgefährdend. Mit Waschen – Macht – Sound schreiben wir an der universellen Frauengeschichte mit.
Das Künstlerinnen Kollektiv

Singende: Anja Lazic (CRO), Carolina de Souza (BR), Célia Mara (BR/A), Christina Zurbrügg (CH/A), Grace Latigo (UGD/SLK), Hottensiah (KEN), Patrizia Ferrara (I/A/USA), Véro la Reine (CAM)

Musizierende: Célia Mara (BR/A): E-Guit., Pandeiro; Christina Zurbrügg (CH/A) Accordeon; Edith Lettner (A): Saxophon; Elisabeth Penker (A): electro-acoustic sounddesign; Falangee/Brunnhilde (A): Pads & Patterns, E-Grooves; Lisa Puhr (A): Posaune; Ursula Schwarz (A): Keyboards; Theda Schifferdecker/ Brunnhilde (A): E-Grooves, Sounds, Mixing

Spielende und Sprechende: Martha Labil (A); Zoraida Nieto (VEZ);

Moderation: Grace Latigo (UGD/SLK):

Bilderwelten: Maanila Moraes (BR/A): Visuals & Video, Julieta Rudich (URG): Camera, Silvia Jura (A): Camera, Visualfootage; Joanne Rousset (D/F): Camera

Research/ Interviews: Grace Latigo (UG/SLK), Silvia Jura(A), Zoraida Nieto(VEN): Interviews, Eileen Mirzabaegi (ARM/A) (Research) – Dank an Christiane Höller für die Geschichte der Wiener Waschweiber

Concept- & Coordinations Team: Silvia Jura (general coordination) – Célia Mara (Music) – Elisabeth Penker (Soundinstallation) – Maanila Moraes (Video/Visuals) – Christina Steyskal & Theda Schifferdecker (E-Grooves, Sounds & Technik)

Wann: 28.September 2012 // 18:00 – 22:00 (Live Performances zwischen 19:30 & 21:00)

Sound- und Videoinstallation von 29.9.2012 bis 6.10.2012 täglich von 6:00 bis 24:00

Location: schnell und sauber / Waschsalon Högn, Westbahnstraße 60 /Urban Loritzplatz, 1070 Wien

Links:
www.schnellundsauber.at
www.wienwoche.org
www.facebook.com/events/413723592010902/?ref=ts

0 Antworten

  1. Once again I am grateful to you, Andy, for chleilngang my preconceptions :-) We can always quibble about the level of these parallels / similarities, but if we accept that there are some non-trivial similarities in Wagner and Tolkien’s ways of dealing with this Long Defeat’, Final Battle’ and healing, then I can’t help but wonder what we may use that for?We know from Carpenter’s description of Tolkien as a man of antitheses’ (also dealt with in some detail by Verlyn Flieger in Splintered Light where this phrase, taken from Carpenter’s Biography is the title of the first chapter) that Tolkien early developed a personality mixing states of hope and despair, and he may have found some resonances with this in the Old Norse myths and legends, explaining a part of their attraction to him. These Old Norse myths and legends are of coursa a point where Tolkien and Wagner meet, and I am wondering if the parallels you note can be used to say anything general about mythopoeic art that finds its inspiration in both the Old Norse legendarium and in Christian faith? What I am aiming at here is to find a perspective on these similarities that might affect my appreciation of Tolkien’s and/or Wagner’s work. Do you have any suggestions regarding such a perspective?

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