Besuch vom Babalorixá – Begegnung mit den AhnInnen

Besuch vom Babalorixá – Begegnung mit den AhnInnen

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IMG_0200Sonntag, 12.7
Nana Burukê – die Großmutter des Wissens

Sonntag ist der Jeje-Orixá Nana Burukê gewidmet - sie ist die Älteste der Orixás, die Verbindung zwischen Leben und Tod, die weiseste… und gewichtige Vertreterin der Macht der Frauen.

Wir verbrachten unseren Sonntag bei vollem Haus - der Fluß der Suchenden riss nicht ab, FreundInnen und Unbekannte kamen zum Frühstück, um den Babalorixa und sein Muschelspiel über ihr Schicksal zu befragen.

IMG_0212Nachmittags wanderten wir in den Wiener Augarten, ins TBA21.org. Babalorixá Anderson würde einen Vortrag im Aru Kuxipa | Sacred Secret, dem von Ernesto Neto und den Huni Kuins geschaffenen Raum, halten. Die Skulptur Ernesto Netos, die Netzstruktur, die an die molekularen Visionen der Aya Huasca Kultur erinnert, wurde rituell eingeweiht, unter Anrufung der indigenen AhnInnen. Ende Juni kamen die Pajés, die Schamanen der Huni Kuin aus dem Amazonas angereist, um den Raum als sakralen Raum außerhalb des Ahnenlandes energetisch aufzuladen.

Wo sich die Ahnen treffen -  Amero-IndianerInnen & AfrikanerInnen

Der Candomblê, erweiternd zu den afrikanischen Orixa-Kulten, verehrt und bezieht die Amero-Indianer Brasiliens in sein Universum ein – sie werden Caboclos genannt, Sultão das Matas (Sultan der Wälder) oder Pena Branca (weiße Feder) sind jene Caboclos, die mit Babalorixá Anderson verbunden sind.

Im Candomblê IMG_0192erlernt man im Rahmen der Initiation die Fähigkeit, wenn man von den Orixás dazu berufen wurde, von Gottheiten und Geistern besessen zu werden, ihnen den eigenen Körper als Inkorporationsmedium für eine begrenzte Zeit zur Verfügung zu stellen. Auch Caboclos werden empfangen, sie gelten als HelferInnen der Menschen, sie heilen, lehren, unterstützen die Menschen in ihrer Entwicklung.

Babalorixá Anderson hielt, nach einer Verneigung vor den anwesenden amero-indianischen Geistern, eine Einführung in den Candomblê, erklärte die Grundpfeiler des Glaubens und der Philosophie. Es ging um Respekt, Verständnis zwischen den Kulturen, Schicksal, Karma und Verantwortung, eine lockere Diskussionsrunde, ein Frage-Antwortspiel der Kulturen. Es kamen viele Fragen, oft philosophischer Natur – wie wir denn an einer besseren Welt arbeiten können, solange es Ungleichheit auf der Welt gibt…

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Als fast alle Anwesenden sich verabschiedet hatten, erlebten wir ein unerwartetes Privileg, den Besuch des Sultão das Matas.

Ganz plötzlich veränderten sich Stimmlage, Verhalten, Bewegungen des Babalorixás, die Stimme des Sultão das Matas sprach aus ihm, schenkte uns allen, die noch im Raum waren, eine Heilungszeremonie. Eine Geste der Verbundenheit zwischen den Ahnen der Huni Kuin und jenen der Afro-BrasilianerInnen…

 

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Und für Nana Burukê hat Célia Mara schon vor Jahren ein wunderschönes Lied geschrieben:

 

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