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… mein erstes posting nach langer zeit – IG worldmusic austria – we have a discussion going on about the visa issue – schengen…
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Liebe kollegInnen,
ich glaube, es ist keine frage, dass handlungsbedarf besteht.
die lage für uns world-künstlerInnen und ihre verbreiterInnen (ob label, booker, promoter, presse…) wird von tag zu tag schlimmer. “creative industries” ist zwar ein cooles schlagwort, die arbeitsbedingungen erinnern aber an g. hauptmanns “die weber”.
in europa wie in österreich.
und wien ist da nicht anders.

danke Vusa für die frische power, unser aller anliegen in sachen fremdenrecht wieder nach vorne zu bringen.
Horst, dein vorschlag, die großen festivals um ein kollektives statement zu ersuchen, ist sehr fein. das wäre auch für die arbeit von freemuse gut.
Die petition “access denied” zu unterschreiben ist ein wichtiges zeichen – rufen wir alle über unsere netzwerke dazu auf.
Fremdenrecht? ABGESAGT!
auf www.abgesagt.net haben wir ja schengen, visa- und fremdenrecht ausführlich thematisiert und gegen das gesetz mobilisiert, freemuse hat europaweit die koordination in der schengen-visa frage übernommen. F R E E M U S E – Freedom of Musical Expression
aber noch mehr handlungsbedarf ist angesagt:
die kulturellen (und sozialen) rahmenbedingungen verschlechtern sich rasant. rassistische hetze begleitet den ausbau des überwachungsstaates, öffentliche gelder fliessen in “sicherheit/militarisierung-überwachung” statt in kulturelle integration und bereicherndes zusammenleben.
in unseren nachbarländern marschieren bereits paramilitärs unter beifall der öffentlichkeit auf – und treten vehement gegen roma-communities auf. in österreich haben wir einen 3.nationalratspräsidenten…
rassistische übergriffe werden langsam “normal”, der ruf nach einem führer hat auch schon österreich erreicht (20% – 25% wollen einen führer! SORA-studie).
die grenzen gegen süden und osten werden dichter gemacht, die töne schärfer, die ökonomischen barrieren höher und höher, der kommerzielle druck nimmt zu.
wer von uns hat es noch nicht gehört – das rentiert sich doch nicht…

institutionelle diskriminierungen nehmen erschreckend rasch zu.
da sind v.a., neben der fremdenrechtverschärfung, die subventionspolitik in kultur und sozialem zu nennen.
und der ausschluss aus den staatlichen medien nicht zu vergessen. nennt uns ein land, das die eigene musik nicht im radio spielen lässt…
und eines, das keinen richtigen sendeplatz für worldmusic hat! SOS (World)-Musikland Österreich!

für uns – die, die zwischen den welten werken – schaut es ganz besonders schlecht aus:
interkulturelles ist das stiefkind der kulturpolitik. (und wir wissen, dass die kultur sowieso schon weit abgeschlagen nach dem sport kommt.) die armut breitet sich rasant aus.
37 Prozent der kunstschaffenden in österreich leben bereits unter der armutsgefährdungsgrenze – und das einkommen ist geringer als vor zehn Jahren!
wenn wir noch gendergerechtigkeit bewerten, können wir (interkulturelle) frauen uns überhaupt gleich an den schlusspunkt der gesellschaft setzen. (mir schwirren gerade -35% vom gleichen lohn entfernt im kopf herum…)

wir brauchen bessere rahmenbedingungen!!!
mehr und gerechtere subventionen für interkulturelles schaffen! gendergerechtigkeit in der subventionspolitik!
soziale absicherung für künstlerInnen und kulturschaffende -
in wien, in österreich und in europa!

längst ist lokaler handlunsgbedarf gefragt:
die IG world fordert seit langem ein gespräch mit dem kulturstadtrat der stadt wien, um die rahmenbedingungen in wien für uns kulturschaffende in der worldmusic zu verbessern – ein umdenken in der subventionspolitik ist angesagt. aber es herrscht funkstille.
so können wir dem rechtsruck in unserer stadt sicher nicht entgegen treten.

auch österreichweit ist es zeit:
in einem ersten treffen in gmunden im juni wurde das projekt geboren, einen tag der musikalischen vielfalt zu gestalten. österreichweit. ein projekt des ÖMR in zusammenarbeit mit der IG world. was noch fehlt, ist das geld. bittesehr!

Liebe kollegInnen – handeln wir!
Virtuell können wir viele und starke zeichen setzen – vernetzen wir uns im facebook, unterstützen wir uns gegenseitig in unseren anliegen.
Die IG worldmusic austria ist die summe ihrer mitglieder – wir sind so stark, wie die, die mit uns sind.

mit lieben grüßen -
und immer noch guter hoffnung, dass wir etwas verändern können!
silvia jura
ig worldmusic austria

PS:: WOMEX ANMELDUNG ZUR SMART RATE NUR NOCH BIS FREITAG, DEN 19.6 – email von andraes kommt noch jetzt!!!

Horst Watzl schrieb:
>
>
> Hello,
>
> wir haben die Information verbreitet und auf unsere website gestellt. Wir sind seit Jahren mit jeuness intl. in Kontakt und haben bislang die Siegerbands alljährlich in Österreich vorgestellt. Für Mokoomba konnten wir leider heuer niemand begeistern?
>
> Wer immer sich hier in Zimbabwe querstellt; ich finde das eine ungeheure Einschränkung der künstlerischen Freiheit und würde ganz im Sinne von Vusa Mkhaya dafür plädieren, dass die IG World einen geharnischten Protestbrief formuliert!! oder zumindest die Protestpetition unterzeichnet!!
>
> cc an Dag Frantzen von Music Crossroad, der sich seit Jahren bemüht, MusikerInnen im südlichen Afrika Türen in die Welt zu öffnen.
>
> Music Crossroads International
> c/o Interarts Foundation
> Mallorca 272, 9a planta
> 08037 Barcelona
>
> Wenn die Geschichte in einem anderen Zusammenhang geschieht und unmittelbar eigene Interessen damit verbunden sind, dann erfolgt ein Aufschrei. Ich würde es sehr begrüssen, wenn die großen Festivals in Österreich und natürlich alle anderen Veranstalter, kollektiv gegen die Verweigerung des Visas für Mokoomba protestieren; gerade weil sie diesmal nicht davon betroffen sind und wir wissen, dass es zunehmend schwieriger wird, Künstlerinnen in den Schengen-Raum einzuladen.
>
> Horst Watzl
>
>
>
> Siehe auch:
>
> If you can’t read this newsletter, please click here: www.jmi.net/newsletter/newsletter.php?nr=37&ID=1166&email=watzl@vidc.org
>
> 11 Jun 09
>
> Access Denied: Petition Against EU VISA Discrimination of Musicians
>
> The announcement (8 June) by JMI and Music Crossroads of the forced cancellation of the European tour of young Zimbabwean artists Mokoomba due to blocked visas, has struck a chord with many facing similar difficulties. We thank you for your responses and invite you to show your support for Mokoomba by Signing this Petition and forwarding this mail to as many friends and colleagues as you have!
>
>
> Music events across Europe are important global villages – uniting local and international artists, providing intercultural learning opportunities, promoting peace and respect.
>
> Yet power lies in the hands of those deciding on visas to dictate which artists, and from which countries, are welcome behind the walls of fortress Europe to let their voices be heard.
>
> Visa obstructions to the young Zimbabwean group Mokoomba in the wake of their European tour raises major concerns over the future of cultural diversity on the European stage.
>
> In the lead up to their European Tour, they were dubbed ‘The Next Generation of Zimbabwean Hope’ – in celebration of their incredible talent and story of diversity and perseverance, the group coming from one of Zimbabwe’s smallest rural villages, and singing in Tonga, a language foreign to even the majority Ndebele and Shona speaking population of Zimbabwe.
>
> “Difficult, inflexible, and un-transparent visa procedures have led the music community to a crisis point. Many concert organizers are no longer able to take the risk in booking artists from countries where visas are required, knowing what issues may arise later when artists are blocked behind borders” – Blasko Smilevski, JMI Secretary General. “It is not difficult to guess which countries’ artists will be cut out of the picture.”
>
> In 2006, the European Community signed the UNESCO Convention on Cultural Diversity, committing Europe to develop “measures in developed countries with a view to facilitating access to their territory for cultural activities from developing countries,” yet administrative procedures have yet to reflect these good intentions.
>
> Band leader Abundance Mutori, whose songs speak of social ills, the HIV pandemic, love and a Zimbabwean nation determined never to give up hope said “we believe the potential for Tonga music is still to be explored and will one day reach the world at large”.
>
> The Mokoomba tour is part of the Music Crossroads program, the largest youth empowerment program in Southern Africa, supported and funded by the Government authorities in Norway, Spain and Sweden. “It is an ironic tragedy that Mokoomba has been bared from taking the stage in countries who helped create the dream” said Blasko Smilevski.
>
> Don’t let visa regulations restrict cultural exchange between Europe and the rest of the world, please join us and Sign this Petition
>
> Contact European Commission President Barroso and demand a review of visa procedures for artists from ‘developing countries’, see recommendations HERE.
>
> More Info:
> Matt Clark, Communications Officer, JMI
> press@jmi.net
> +32 2 513 97 74
> www.jmi.net
>
> Join the fight on Facebook
>
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>
> Von: worldmusicaustria@yahoogroups.de [mailto:worldmusicaustria@yahoogroups.de] Im Auftrag von Vusa
> Gesendet: Montag, 15. Juni 2009 14:51
> An: worldmusicaustria@yahoogroups.de
> Betreff: [worldmusicaustria] Mokoomba
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> Dear friends and colleagues,
>
> I am a bit saddened by the news that the young band from Zimbabwe “Mokoomba” winners of the Music Crossroads competition were denied Visas to travel to Europe and they had to cancel their first ever European summer tour.
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> “Music is and has always been a unifying factor around the world, bringing together people from different backgrounds, races, ethnicities and of course, traditions. It is through music that people get to know and understand other cultures and develop a liking to adopt into that culture.” Why does the “authorities” deny these young hardworking and talented musicians a chance of a lifetime.
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> There has been a posting since a few days ago about the denial of visas for this young band on this forum and I haven`t seen any reaction from the members of the “worldmusicaustria”. Why the silence? I know some of you will say this has nothing to do with us, or we are not involved in this and so on….! Where do we draw the line. Who does “worldmusicaustria” represent? Some of you are concert organizers,Band managers, musicians, djs, music journalists etc… What would you do if your band or you are denied Visas by the ”authorities” at the last minute. Can you imagine if all the musicians that are scheduled to perform at the Jazz fest Wien 09 are dinied visas. Can you imagine if all touring world music bands are denied entry into Austria….
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> If someone could have sent a post advertising a gig on this forum, complaints like “this forum is not for advertising gigs” or “lets not misuse this forum” would have came from left right and center…
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> Vusa

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